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Und wieder einmal....

...sitze ich im PGW-Unterricht, im Computerraum. Die Aufgabe ist relativ langweilig, da ich die Lösung einfach aus der unendlichen Wissensquelle Wikipedia kopieren kann. Schon den ganzen Tag fühle ich mich seltsam. Liegt es am sonnigen Wetter? Dass die Frühlingsgefühle mich immmer wieder überraschend am Schopfe packen ist mir nicht fremd. Doch diesmal ist es etwas anderes. Liegt es daran, dass ich wieder eimal am späten Vorabend mit meiner Lieblingsschwester in einer Bar war? Sicherlich immer wieder bewegend, stansen digga. Aber diesmal war ich nicht betrunken, mein Bewusstseinszustand sollte dadurch weder getrübt nocht verändert sein.

Was ist es? Ich bekomme mehr Schlaf in letzter Zeit. Die langen Wachphasen und das anschließende auf dem Zahnfleischgehen am nächsten Morgen sind vorbei. Aberr ich bin ingesamt überhaupt nicht wacher... es ist, als ob der Schlaf sich langsam zurückholet, was ich Monate lang vernachlässigt habe. Ich bin in permanenter Schlafbereitschaft, und meine Augenringe werden in ein paar Monaten mit denen von Richard Ashcroft oder Lena Nehren konkurrieren können.

Und- oh Freude- am 1.7. kommen die Red Hot Chili Peppers nach Hamburg. Noch habe ich keine Karten, also sollte ich mich schleunigst dahinter klemmen. Ich habe schon viele Konzerte verpasst, weil ich kein Geld dafür abdrücken wollte oder konnte. Tomte, Dream Theater, Tocotronic, Richard Ashcroft... doch ich will im Rückblick auf meine Jugendzeit Konzerte sehen, daher scheiße ich auf meine finanzielle Lage. Die zugegebenermaßen sehr finster aussieht: Ein neuer Laptop oder Pc steht an, weil der meine schrottreif ist, ein neuen MP3-Player (oder I-Pod), da ich schon viel zu lange ohne Musik unterwegs bin, und eine E-Gitarre, da ich sie mir sehnlichst wünsche. Also ein Aufruf an meine werten Leser: Wenn irgendjemand einen Tagesjob- oder meinetwegen auch einen Beruf mit drei Jahre währendem Vertrag- für mich hat, dann raus mit der Sprache. Ich scheue keine Mühe, wenn ein kleines Entgeld winkt. Also- Bitte helft einem armen Siebtzehnjährigen aus einer beengenden Lage (Spenden nehme ich nicht entgegen).

Lena... du hast es oft nicht leicht. Sehr schöner Abend Gestern. Aber für den Termin nächste Woche: Die Mündlichen stehen an. Auch wenn der Dienstag für dich besser wäre, würde ich es begrüßen, wenn du den Donnerstag aktzeptieren würdest. Ruben: Habe trotz dem Bestreben eine Liste mit verstorbenen Prominenten in meinem Handy zu haben deinen echten Namen eingetragen. Die Anfrage nach deinen Grafikkentnissen besteht weiterhin, auch wenn ich nicht weiß ob das so deine Spielwiese ist.

In diesem Sinne halte ich euch auf dem Laufenden...

1.6.07 11:28


Klolektüre

Dieter Nuhr sagte einst: ,,Der Mann ist mehr Pragmatiker als Ästhet, er sagt sich >wenn ich schon sitze kann ich mich dabei auch weiterbilden<". Nun bin ich ja kein passionierter, nicht mal Teilzeitanhänger des Lesens auf dem Lokus. Vor allem wenn es sich bei der Lektüre um eher feminin angehauchte Zeitungen handelt, die darüber berichten wie man seinen Hüftspeck am besten los wird. Nur um anschließend zu erklären, dass Diäten Unsinn sind, da Männer ja ohnehin auf Kurven stehen. Doch eine seltsame, nicht greifbare Kraft führte meine Hand und lies mich Seite einhundertundachtzehn aufschlagen. ,,Die 5 größten Sexirrtümer über Männer" hieß diese zwei Seiten lange Dokumentation.

Nun finde ich sowas generell sehr unterhaltsam; meine Exfreundin las mir oft fragwürdige Fakten über Jungs aus ihren Mädchenzeitschriften vor. Dort steht zum Beispiel drin, was Jungs wirklich gut finden und was nicht. Manchmal wissen diese zwar noch nichts davon, aber das kann ja noch werden.

Jedenfalls fing ich an, den Artikel zu lesen- und war beeindruckt. Der Schreiberling war sogar tatsächlich männlich- eine vielleicht unbedeutende, aber doch recht vorteilhafte Grundlage für einen Artikel über die Gefühle eines Mannes. Und diese hat er überaus, ohne jede Ironie, treffend und in keiner Weise polemisch formuliert.

Beispiel: ,,Es ist Unsinn, das Männer permanent an Sex denken. Woran Männer wirklich dauernd denken sind:

  1. Listen. Jeder Mann ist damit beschäftigt, ständig an irgendeiner Top ten zu basteln" Wie wahr. Ich war mir nie im Klaren darüber, doch ich spürte die Selbsterkenntnis in mir aufkeimen. Seit meiner Kindheit mache ich Listen. Ganz früher teilte ich sogar ein, welche Menschen ich am dollsten lieb hatte. Erst die Altersweisheit lehrte mich, solche Werte nicht zu vergleichen, doch die anderen Listen blieben bestehen oder kamen im Laufe der Jahre hinzu. Einige könnt ihr unter ,,it’s your turn" bewundern, auch wenn mit seitdem noch einiges eingefallen ist. Ich kenne meine Lieblingssongs, Lieblingsinterpreten... doch das tun die meisten (Männer). Ich kenne aber auch die meiner Meinung nach sechs schönsten Frauen der Welt (Gwen Stefanie, Keira Knightley, Natalie Portman, Jessica Alba, Scarlett Johannson...), oder die schönsten Abschnitte meines Lebens in einer Top 6 (merkwürdigerweise habe ich immer sechs Stellen; woran das liegt, weiß ich nicht).Ich glaube, dieser hier befindet sich auf Platz 2. Von welchem Ende aus überlasse ich euer Interpretation.
  2. ,,Essen." Oh ja. Hierzu muss ich nicht viel schreiben. Jeder Mann kennt ihn, jeder Mann liebt ihn, mancher zu eitle Mann hasst ihn: Den Appetit.
  3. ,,Projekte. Männer planen ständig vor sich hin." Tatsache! Und wie wenig davon dann tatsächlich umgesetzt wird... ein winziger Prozentsatz, jedenfalls was mich angeht. Ziemlich traurig, ich glaube das wäre ein Punkt in dem ich mich ändern könnte.

Zugegebenermaßen war der Rest der aufgeklärten Sexklischees mehr als offenkundig falsch, hier hätte man sich das Erklären sparen können. Aber für das oben genannte Beispiel verdient der Autor eine Lorbeere. Keinen Kranz, das wäre zuviel. Aber er kann sie ja in seinen Trophäenschrank stellen und die Preise ihrer Wichtigkeit nach ordnen, solange, bis sein Plan für das Essen vollendet ist.

 

In diesem Sinne...

5.6.07 15:50


...

Ich schrieb gerade einen seitenlangen Eintrag, der mich emotional voll beanspruchte und mir meine ganze Schreibkunst abverlangte. Und wegen diesem... Pc ist er nun für immer weg. Aus dem Kosmos entfernt, als wäre er nie da gewesen. Das ist ein Verbrechen, und ich bin so verdammt sauer, dass ich besser das Zimmer verlasse, bevor die Scheißkiste in ihre Einzelteile zerlegt wird.
8.6.07 15:55





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