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Meine Aufzeichnungen

2. Song: Coldplay – Everythings not lost

Coldplay dürfte den meisten wohl bekannt sein. Doch ihr wahrscheinlich neben ,,Fix you“ traurigster Titel ist glaube ich nie als Single oder im Radio erschienen- ein wahres Kleinod. Ich hörte ihn nach meiner Trennung von meiner Freundin vor etwas über einem Jahr. Ich will nicht sagen dass der Song das Auffangbecken für mich und meine Tränen war; eher eine der Stromschnellen. Doch er machte eine Szene aus meinem Leben Filmreif. Meine (Ex)Freundin verließ meine Wohnung. Ich stand vor der geschlossenen Tür- dann hämmerte ich meinen Kopf ein paar Mal dagegen. Ich ging in mein Zimmer, setzte mich auf den Rand meines Sofas- und zerriss zu eben diesem Lied eine Rose und ein Foto meiner verflossenen Liebe. Es war eine einverständliche Trennung, und doch nahm sie uns beide sehr mit. Da ich inzwischen darüber hinweg bin kann ich den Song wieder hören, und muss feststellen, dass er auch ohne einen traurigen Hintergrund zauberhaft klingt. Coldplay ist nach wie vor eine meiner geschätzten Bands, und vor allem ihr erstes Album verdient Anerkennung. Denn dort ist dieser Song drauf.

9.4.07 21:35


1. Song: Dream Theater – Another Day

Den ersten Eintrag widme ich einem sehr schönen Song von einer wahnsinnigen Kombo. Den unumstrittenen Königen des progressiven Metals: Dream Theater. Abgesehen davon, dass die Musikstudenten aus New York auf ihren Instrumenten Virtuosen sind und musikalisch für die Mehrzahl der konkurrierenden Bands unerreichbar sind, war der Song sehr wichtig für mich: Es ist der zweite und meiner Meinung nach beste Track des zweiten Albums Dream Theaters, Images and Words. Und dieses Album war die erste Platte, die ich von meinem Geld bezahlt und in meiner Anlage angehört habe. Vorher war ich musikalisch eher kommerziell ausgerichtet gewesen; ich hörte das was im Radio lief, denn mehr kannte ich nicht. Ich kannte die Band von meinem ehemaligen besten Freund- dem damals wahrscheinlich einzigen Gleichgesinnten, was die Liebe zu Dream Theater anging. Der erste Schritt zum Individualismus. Auch wenn ich dem Progressive Metal eher den Rücken zugewandt und nur noch selten ihre CDs höre, bleiben Dream Theater eine meiner Lieblingsbands; und ihr Poster an meiner Wand. Ich habe auch noch ein T-Shirt von ihnen, was mir jedoch allmählich zu klein ist und über dessen derzeitigen Aufenthaltsort ich mir nicht im Klaren bin.

 

9.4.07 21:34


Sinn des Lebens?

 

Ich habe in letzter Zeit viel zu viele Geschichten über den Sinn des Lebens gehört, als es mein Gemüt aushält. Dieses Thema halte ich inzwischen für etwas abgegriffen. Aber um meine Definition doch noch an das Tagesleicht bringen zu können, zeige ich hier ein Gespräch zwischen mir und einer Freundin. Ich habe lediglich die Rechtschreibfehler verbessert; sicherlich sind viele Formulierungen etwas schwach, aber es war halb drei in der Nacht und ich wusste nicht so recht was ich tat. Aber es muss ja authentisch bleiben; daher beließ ich es so.

 

Sie: zu so später stunde so viele Infos.. ob das gut geht

Ich: ich könnte dir jetzt den Sinn des Lebens verraten

Sie: du hast einen gefunden? Gratz^^

Ich: wenn du die Information aufnehmen kannst...

Sie: grad so;-)

Ich: Wir müssen uns ja die Frage Stellen, inwiefern der Zusammenhang des Sinns des privaten Lebens einer einzelnen humanoiden intelligenten Spezies mit der Gesamtheit der Masse und der Welt an sich zusammenhängt; hier muss auch die Welt als Ganzes neu definiert werden. Man kann die von uns gegründete, insofern also künstliche Gesellschaft als Anhaltspunkt dazu benutzen, um den Sinn des menschlichen Seins zu finden.

Jedoch wäre das nahezu lächerlich, da wir aus einer Monozelle im Nichts entstanden sind und diese synthetische Welt kreierten, in der Gesetze als selbstverständlich hingenommen werden, obwohl sie von einem von uns stammen. Da man nicht einen normal sterblichen auserkoren konnte, erfand man den glauben und stützte sich auf einen Gott, den ich aufgrund der vielen Zeit und Raum Paradoxina gar nicht anzweifeln will, da es weder Beweise noch belegbare Gegenbeweise gibt. Jedoch war dies eine gute Möglichkeit, um Gesetzen die Glaubwürdigkeit zu vermitteln.

Also suchen wir den Sinn im Glauben? In Gott? Ich persönlich kann dem nicht ganz zustimmen, da der Glaube nach wie vor von Menschen stammt und sich nur eines perfekten Wesens besinnt. Es ist eine Stützte für das Leben, jedoch nicht der Inhalt. Jedoch schreibt es uns ja vor, wie wir unser Leben beenden werden und wofür wir gutes und böses tun.... heißt das also, wer glaubt hat den Sinn des Lebens schon gefunden?

Wo ist verzeichnet, welchen Sinn genau das Leben haben soll? Sicher, es ist nur eine kleine Vorstufe vor dem ewigen Leben, aber wozu diente es dann überhaupt? Auf viele Fragen finden wir im Glauben zum Glück keine Antwort, denn jeder Mensch braucht Freiraum zum spekulieren. Also verlassen wir den Bereich Glauben, da er nicht auf alles eine Antwort gibt... müssen wir etwa ganz die grenzen der Gesellschaft sprengen, um den Sinn zu verstehen?

Soll man den Sinn als etwas Komplexes, ja gar Allgegenwärtiges verstehen, welches ganz und gar über den Normen steht? Den Mensch als Wesen sehen und nicht als Sklave seiner Rasse?

Mancher Mensch würde sich wünschen, alle Geheimnisse der Welt zu kennen. Er versucht, sie zu erforschen, versucht so seinen Sinn zu finden. Doch er tut es nicht, da die Welt zu viele Geheimnisse bereithält; viel zu viele für ein sterbliches Leben. Soll er sich etwa nur in die Reihe von Forschern eingliedern, um der Gesamtheit zu helfen? Soll das sein ganz eigener Sinn sein?

Nein. Ich glaube, es ist sinnlos den Sinn des Lebens anhand solcher Tatsachen finden zu wollen. Wie man sieht, führen alle Wege in eine Sackgasse. Die Erfüllung eines Lebens ist es, einen zu finden. Eine Erfüllung. Meist ist es die Liebe. Sie lässt einen wissen, das Glück gefunden zu haben. Das sollte jeder Mensch tun- sein Glück finden, nicht den Sinn und die Frage weshalb er es tut.

Ich bin am Ende.

                               Johannes Nehren, 16, halb drei in der Nacht, todmüde, Oktober 2006

10.11.06 17:28


Gewissenskonflikt

Mein erster veröffentlichter Text; ich bitte um Kritik^^



Der heutige Tag in der Penne gab mir seit langer Zeit mal wieder einen halbwegs nennenswerten Ansporn, mich an meinen PC zu setzen und diesen Schund zu verfassen, anstatt für die Morgenanstehende PGW-Arbeit  zu lernen.

Wir behandelten im nicht unbedingt zu verachtenden Fach Ethik das neu anstehende Thema ,,Gewissen“… Unser werter Herr Lehrer, Herr Winkelhake erteilte uns den Arbeitsauftrag, folgende Situation auf eine eventuell sich meldende Stimme des Gewissens zu überprüfen: Wir betreten den Supermarkt um die Ecke und holen uns eine Tafel Schokolade. Ja, in der Tat, der Engel auf meiner Schulter flatterte heftig. Denn wenn man bedenkt, dass um diese Schokolade über die Jahre hinweg mit der selben unglücklichen lila eingefärbten Kuh geworben wurde, die nun wahrscheinlich nun als verstörter, rampenlichtsüchtiger Möchtegernstar an der nächsten Staffel des Dschungelcamps  teilnehmen wird, dreht sich einem doch der Magen um, oder?

Doch wäre dieser Gewissenskonflikt schon nicht genug, geht die Geschichte auch noch weiter: Wir gehen mit der Schokolade auch noch zur Kasse und bezahlen sie! Das Engelchen auf meiner Schulter hebt vor lauter Flügelschlagen ab und erzeugt einen Sturm, der den Darmwinden eines Bohnen essenden  Helmut Kohl die Ehre gemacht hätte . Zu Recht, wie ich sagen muss! Wie konnte ich nur der Menschheit diese Schmacht antun und nur daran denken, einem Supermarkt eines großen, profitgeilen  Konzerns, der lügt und betrügt, nur um an die Kohle eines jeden humanoiden Wesens  heranzukommen, auch noch Geld in den Hintern zu schieben? Manchmal wundere ich mich über mich selbst.

Nun kommt der Teil, auf den unser Lehrer mir unverständlicherweise den größten Wert gelegt hat: Wir bezahlen (ja, das tut weh!) mit einem 5 Euroschein. Die in der Evolution anscheinend zurückgebliebene Kassiererin hält unseren Mickerling jedoch für einen Zwanziger und gedenkt auch, entsprechend Wechselgeld herauszugeben. Dieses erhalte ich nun und zähle nach; dabei fällt einem Mathematischen Künstler wie mir natürlich sofort auf, dass es sich nicht um die drei fünfzig handelt, die ich zurückzubekommen glaubte. Das Engelchen auf meiner Schulter hat es sich in seinem Schlafsack bequem gemacht, war sich jedoch nicht zu schade, ein ,,na und?“ Schild ans Kopfende zu stellen.

Ja, warum soll ich jetzt Gewissensbisse bekommen? Die Kassiererin, die ihren verhassten Job jetzt schon seit  zehn Jahren macht, jeden Handgriff kennt, jeden Kunden nur unfreundlich anschnauzt und sich ihr Gehalt so oft aufbessert wie möglich, indem sie die zahlende Kundschaft bescheißt, hat sich geirrt! Und ich bekomme mehr wieder raus als ich bezahlt habe! Das ist ja wie Weihnachten! Ich gehe freudestrahlend aus dem Supermarkt und betrachte meine Beute. Mehr als fünfzehn Euro befinden sich in der einen, eine Tafel Milkaschokolade in der anderen Hand . Da erwacht mein Engelchen, greift nach seinem ,,na und?“ Schild und schlägt es mir um die Ohren. Die Schuldgefühle lodern in mir auf. Ich werde der Hölle nicht entkommen, wenn ich diese Missetat nicht sofort korrigiere. Ich spanne meine Muskeln an und schleudere die Milkaschokolade von dannen. Mein Gewissen ist rein. Noch besser wäre es natürlich gewesen, wenn ich sie umgetauscht und die Kassiererin noch mal verarscht hätte, doch in einem Supermarkt ist dies leider nicht möglich. Noch ein Grund, um Konzerne zu hassen. Ich verspüre das Bedürfnis, einen vernichtenden Artikel über Konzerne zu schreiben, jedoch überzeugt mich diesmal der Teufel mit dem Argument, dass ich jetzt lieber mein frisch verdientes Geld ausgeben sollte. Das Engelchen sieht das ein.  

Johannes Nehren April 2006

18.10.06 14:37


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